Google Unternehmensprofil erstellen: Woran es scheitert

· PAJO Digital GmbH

Eine dunkle, stilisierte Kartenfläche mit Straßenlinien, darauf eine einzelne leuchtend grüne Ortsmarkierung

Wer einen Handwerker, eine Praxis oder ein Geschäft in der Nähe sucht, tippt den Ort mit ein. Google zeigt dann eine Karte mit Einträgen, oft noch vor den normalen Suchergebnissen. Diese Einträge sind Unternehmensprofile. Wer keins hat, fehlt auf der Karte.

Das Profil anzulegen dauert nicht lange. Name, Kategorie, Adresse, ein paar Angaben, fertig. Die eigentliche Arbeit beginnt danach: Google muss den Betrieb bestätigen, das Profil muss die Richtlinien einhalten, und es muss gepflegt werden, damit es nicht veraltet.

Wir haben unser eigenes Profil angelegt und dabei mehr gelernt, als uns lieb war. Eine abgelehnte Bestätigung, ein falsch gesetzter Pin, eine Sperre. Hier steht, was Sie daraus mitnehmen können.

Was vor dem Anlegen feststehen sollte

Der Name. Tragen Sie den Namen ein, wie er auf Ihrem Schild und in Ihren Unterlagen steht. Zusätze wie „günstig“ oder „Worms“ gehören nicht in den Namen. Google verbietet das in seinen Richtlinien.

Die Kategorie. Die Hauptkategorie sagt Google, was Ihr Betrieb tut. Wählen Sie die, die Ihr Kerngeschäft am genauesten trifft. Weitere Kategorien lassen sich ergänzen.

Adresse oder Einzugsgebiet. Können Kunden zu Ihnen kommen, gehört die Adresse ins Profil, und zwar öffentlich. Fahren Sie zu Ihren Kunden, legen Sie stattdessen ein Einzugsgebiet fest. Bei unserem eigenen Profil stand das Gebiet anfangs auf „Deutschland“. Google setzte uns daraufhin mitten ins Land, weit weg von Worms. Erst als wir konkrete Städte und Landkreise der Umgebung eingetragen hatten, zeigte die Karte ein umrissenes Gebiet statt eines Pins irgendwo in Deutschland.

Nur amtliche Namen. Google kennt als Gebiet Städte, Gemeinden und Landkreise. Regionsnamen wie „Rheinhessen“ oder „Bergstraße“ findet es nicht. Und die Vorschlagsliste hat eine Eigenheit: Manchmal reagiert sie erst, wenn Sie den Namen nicht ganz ausschreiben. Findet Google Ihren Ort nicht, lassen Sie die letzten ein, zwei Buchstaben weg.

Zeiten und Telefonnummer. Tragen Sie Öffnungszeiten ein, und zwar die, zu denen Sie erreichbar sind. Und prüfen Sie die Telefonnummer gegen Ihre Website. Bei uns wich sie eine Zeit lang ab, ohne dass es jemand gemerkt hatte. Name, Adresse und Telefonnummer sollten überall gleich lauten: im Profil, auf der Website, in Verzeichnissen. Abweichungen verwirren Kunden, und niemand weiß mehr sicher, welche Angabe stimmt.

Die Bestätigung

Damit Sie das Profil voll nutzen können, will Google wissen, dass es den Betrieb gibt und dass Sie dazugehören. Ein Weg dahin ist ein Video, in dem Sie Ihren Standort und Ihren Betrieb zeigen.

Der Name muss fest angebracht sein. Unsere erste Aufnahme wurde abgelehnt. Die Begründung: Der Name des Unternehmens müsse auf einer feststehenden Fläche zu sehen sein, etwa auf einem Schild, einem Fenster oder einer Wand. Wir hatten den beschrifteten Briefkasten gefilmt. Das reichte nicht, obwohl Googles Hilfeseite für Betriebe ohne Ladenlokal sagt, ein Schild sei nicht nötig.

Die Lehre. Prüfen Sie vor der Aufnahme, dass Ihr Name fest und gut sichtbar angebracht ist. Ein Schild an der Tür, eine Beschriftung am Fenster, ein Schriftzug an der Wand. Verlassen Sie sich nicht auf die Hilfeseite, wenn die Prüfung etwas anderes verlangt.

Warum ein Profil gesperrt werden kann

Der Betrieb ohne Standort. Unser Profil wurde einmal gesperrt, Begründung: nicht für Google Maps berechtigt. Wir vermuten, es lag daran, dass wir unsere Adresse verborgen hatten und das Profil wie ein reiner Online-Betrieb wirkte. Nach dem Einspruch mit öffentlicher Adresse, bei der Kunden tatsächlich vorbeikommen können, und festen Öffnungszeiten wurde das Profil wieder freigeschaltet.

Nur ein Versuch. In unserem Fall gab es für den Einspruch nur eine Gelegenheit. Bringen Sie vorher alles in Ordnung: Name, Adresse, Zeiten, Kategorie. Wer erst im Einspruch nachbessert, hat die einzige Gelegenheit schon verbraucht.

Änderungen brauchen Zeit. Als wir unsere Kategorien angepasst hatten, stand die Änderung eine Weile als „ausstehend“ und wurde von Google geprüft. In dieser Zeit sollten Sie nichts weiter ändern. Jede neue Änderung startet die Prüfung von vorn.

Bewertungen und Pflege

Bewertungen. Bitten Sie echte Kunden um eine Bewertung, nach einem abgeschlossenen Auftrag oder beim Bezahlen. Das ist in Ordnung. Gekaufte oder selbst geschriebene Bewertungen sind es nicht. Antworten Sie auf Bewertungen, auch auf kritische. Sachlich, kurz, ohne Rechtfertigung. Wer mitliest, sieht daran, wie Sie mit Kunden umgehen.

Das Profil bleibt Arbeit. Öffnungszeiten an Feiertagen, eine neue Leistung, aktuelle Fotos, Antworten auf Fragen: Das Profil ist nie fertig. Wer es einmal anlegt und dann liegen lässt, hat irgendwann veraltete Zeiten und Fotos vom alten Firmenwagen. Deshalb pflegen wir das Profil für unsere Kunden als Teil der Website-Betreuung. Was eine Website kostet und was monatlich anfällt, steht in unserem Beitrag zu den Website-Kosten.

Der Punkt

Suchen Sie heute Ihren Betrieb bei Google, so wie ein Kunde es tun würde: Name plus Ort. Schauen Sie auf den Eintrag in der Kartenansicht. Stimmen Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten? Und stehen dieselben Angaben auf Ihrer Website?

Stimmt alles: Dann laden Sie ein aktuelles Foto hoch und antworten Sie auf die letzte Bewertung. Mehr braucht es diese Woche nicht.

Stimmt etwas nicht: Dann korrigieren Sie es, aber eins nach dem anderen. Warten Sie die Prüfung ab, bevor Sie das Nächste ändern. Existiert das Profil noch gar nicht oder ist es gesperrt, bringen Sie zuerst Name, Adresse und Zeiten in Ordnung. Betriebe aus Worms und dem Kreis Alzey-Worms können uns dazu direkt ansprechen.